Impfung gegen Kopf-Hals-Tumoren verbessert Prognose von Krebspatienten

Die Prognosen fĂŒr Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren sind schlecht. Nur jeder zweite hat die Chance, diese bösartige Krebserkrankung zu ĂŒberleben. Das liegt nicht nur an der AggressivitĂ€t der Krebszellen, sondern auch an ihrer FĂ€higkeit, das Immunsystem der Erkrankten zu unterdrĂŒcken. Mediziner der UniversitĂ€ten Ulm und Pittsburgh (USA) haben nun einen neuen immuntherapeutischen Ansatz entwickelt und in einer klinischen Studie mit 16 Kopf-Hals-Karzinom-Patienten erfolgreich getestet. „Mit einer speziellen Impfung ist es uns gelungen, durch die spezifische Aktivierung des Immunsystems die Überlebensprognose der Patienten nachweislich zu verbessern“, erklĂ€rt PD Dr. Patrick Schuler. Er ist Facharzt fĂŒr Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde am UniversitĂ€tsklinikum Ulm und Erstautor der in „Clinical Cancer Research“ veröffentlichten Studie. Die Publikation wurde jĂŒngst mit dem Forschungspreis der Walter Schulz Stiftung – dotiert mit 10 000 Euro – ausgezeichnet.

Dem Ulmer Wissenschaftler gelang es in der Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe von Professor Robert Ferris (University of Pittsburgh) so genannte dendritische Zellen der Tumorpatienten im Reagenzglas zu zĂŒchten und biotechnologisch fĂŒr den Kampf gegen Krebszellen „scharf zu machen“. Diese besonderen Immunzellen weisen astartige Verzweigungen auf und dienen der Antigen-PrĂ€sentation. Denn fĂŒr eine spezifische Immunantwort braucht es genaue Hinweise auf die Aggressorzellen. „Wir haben die ZelloberflĂ€che der dendritischen Zellen mit p53 beladen, einem besonderen Protein, das bei der DNA-Reparatur und Regulation des Zellzyklus eine zentrale Rolle spielt und in mutierter Form besonders hĂ€ufig in Krebszellen vorkommt“, erlĂ€utert Schuler.

Diese speziell behandelten dendritischen Zellen wurden dann in Lymphknoten der Patienten injiziert, wo sie Informationen ĂŒber die OberflĂ€chenstruktur des Krebsmarkers an die T-Zellen ĂŒbermitteln. Mit Hilfe dieser Informationen gelingt es diesen T-Zellen, einzelne Tumorzellen im Körper besser zu erkennen und schließlich zu vernichten. „Durch die Injektion der `p53-beladenenÂŽ dendritischen Zellen wird eine dauerhafte Immunabwehr aufgebaut, weshalb wir bei dieser Methode von Tumor-Impfung sprechen“, so der gebĂŒrtige Kalifornier, der in WĂŒrzburg, Toronto und Uppsala Humanmedizin studiert und am Hillman Cancer Center in Pittsburgh (USA) promoviert hat.

In der Praxis wurde die Tumorimpfung bei 16 Patienten mit fortgeschrittenem Kopf-Hals-Tumor durchgefĂŒhrt, die zuvor im Rahmen einer Standard-Tumortherapie behandelt wurden. Im Blut der Patienten befanden sich nach der Impfung deutlich mehr Tumor-spezifische T-Zellen, die fĂŒr eine zielgenaue BekĂ€mpfung der Krebszellen wichtig sind. Etwas seltener als zuvor waren dagegen die regulatorischen Immunzellen zu finden, die fĂŒr die UnterdrĂŒckung der Immunabwehr verantwortlich sind. Durch die Impfung konnte das Immunsystem also in doppelter Hinsicht gestĂ€rkt werden. FĂŒr die Patienten war damit eine deutlich bessere Prognose verbunden. Die Überlebensrate stieg deutlich im Vergleich zu den Patientengruppen ohne Impfung. „Dieser Tumor-immunologische Ansatz könnte kĂŒnftig allein oder in Kombination mit konventionellen Behandlungskonzepten eingesetzt werden. Dies wĂ€re fĂŒr viele Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren eine wertvolle neue Therapieoption“, versichert HNO-Facharzt Schuler.

Zusatzinformation
Der mit 10 000 Euro dotierte Forschungspreis der Walter Schulz Stiftung wurde am 22. Oktober in MĂŒnchen an PD Dr. Patrick Schuler verliehen. Die Stiftung vergibt seit 1995 einen Forschungspreis fĂŒr Arbeiten zur kliniknahen Krebsforschung, insbesondere der Tumorbiologie und Tumorimmunologie, an junge Nachwuchswissenschaftler und -wissenschaftlerinnen. Schirmherrin ist die Ärztin Dr. Antje-Katrin KĂŒhnemann, die engagiert zum Bekanntheitsgrad der Stiftung beitrĂ€gt.

Weitere Informationen:
PD Dr. Patrick Schuler: Email: patrick.schuler@uniklinik-ulm.de,

Publikationshinweis
Die Arbeit wurde in der Fachzeitschrift veröffentlicht: Schuler PJ, Harasymczuk M, Visus C, DeLeo A, Argiris A, Gooding W, Butterfield LH, Whiteside TL, Ferris RL. Phase I dendritic cell p53 peptide vaccine for head and neck cancer. In: `Clinical Cancer ResearchŽ 2014; 1;20(9):2433-44. doi: 10.1158/1078-0432.CCR-13-2617.

Pressemitteilung
UniversitÀt Ulm, Andrea  Weber-Tuckermann


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Leiden Migranten hÀufiger an Krebs?

Wissenschaftler des Instituts fĂŒr Public Health am UniversitĂ€tsklinikum Heidelberg und am UniversitĂ€tsklinikum Hamburg-Eppendorf untersuchen Krebserkrankungen bei Aussiedlern aus der ehemaligen Sowjetunion / Die Deutsche Krebshilfe fördert das dreijĂ€hrige Forschungsprojekt

LebensumstĂ€nde, individuelles Verhalten, genetische Faktoren – viele EinflĂŒsse tragen dazu bei, ob ein Mensch im Laufe seines Lebens an Krebs erkrankt. Wandern Menschen in ein anderes Land aus, zeigen Tumorerkrankungen bei ihnen oft ein von der einheimischen Bevölkerung abweichendes Verteilungsmuster. Wie sich Krebs-Neuerkrankungen und Überlebenszeiten von Aussiedlern der ehemaligen Sowjetunion von denen der deutschen Gesamtbevölkerung unterscheiden, untersuchen Wissenschaftler des Instituts fĂŒr Public Health am UniversitĂ€tsklinikum Heidelberg gemeinsam mit Kollegen des Instituts fĂŒr Medizinische Biometrie und Epidemiologie des UniversitĂ€tsklinikums Hamburg-Eppendorf. Die Deutsche Krebshilfe fördert das Forschungsprojekt mit 186.000 Euro. Dieses ist auf drei Jahre angelegt und soll langfristig helfen, Krebserkrankungen bei Aussiedlern einzudĂ€mmen.

Seit 1990 sind rund 2,1 Millionen (SpĂ€t-)Aussiedler aus LĂ€ndern der ehemaligen Sowjetunion nach Deutschland eingereist. Die Zahl der jĂ€hrlich neu auftretenden Krebserkrankungen und auch das Risiko daran zu sterben, sind bei Aussiedlern und Deutschen auf den ersten Blick sehr Ă€hnlich. „In frĂŒheren Studien konnten wir jedoch zeigen, dass es bei den einzelnen Krebsarten deutliche Unterschiede gibt – das Risiko an Magenkrebs zu sterben, ist bei Aussiedlern zum Beispiel deutlich höher“, erklĂ€rt Dr. Volker Winkler, Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts fĂŒr Public Health am UniversitĂ€tsklinikum Heidelberg und Leiter der Studie. „Wir wollen die HintergrĂŒnde fĂŒr diese Unterschiede besser verstehen und so langfristig helfen die Gesundheitssituation dieser Bevölkerungsgruppe zu verbessern.“

FĂŒr ihre Studie werten die Wissenschaftler Daten des Krebsregisters Nordrhein-Westfalen aus. „Die meisten Aussiedler aus LĂ€ndern der ehemaligen Sowjetunion sind zwischen 1990 und 1993 zu uns gekommen – so weit reicht kaum ein Krebsregister in Deutschland zurĂŒck“, sagt Dr. Winkler. Der Regierungsbezirk MĂŒnster erfasst jedoch bereits seit den 1980er Jahren Krebserkrankungen seiner Bevölkerung und bietet somit eine optimale Grundlage fĂŒr die Studie. Das Forscherteam untersucht die DatensĂ€tze von 1990 bis Ende 2012 und ermittelt das Überleben der Krebskranken zudem anhand der Einwohnermelderegister.

Damit möchten die Wissenschaftler herausfinden, ob sich das Verteilungsmuster von Krebserkrankungen bei den Aussiedlern im Laufe der Jahre an das der deutschen Bevölkerung anpasst. „Unsere Ergebnisse können RĂŒckschlĂŒsse auf mögliche Ursachen fĂŒr die Abweichungen geben und Ideen fĂŒr PrĂ€ventionsstrategien liefern“, betont Professor Heiko Becher vom UniversitĂ€tsklinikum Hamburg-Eppendorf, der die ersten epidemiologischen Untersuchungen bei Aussiedlern vor ĂŒber zehn Jahren initiierte und als Kooperationspartner in dieser Studie mit Dr. Winkler zusammenarbeitet. „Dass bestimmte Krebserkrankungen in einer Bevölkerungsgruppe hĂ€ufiger vorkommen, kann zudem ein wichtiger Hinweis fĂŒr Ärzte in ihrer tĂ€glichen Arbeit sein.“

Weitere Informationen im Internet:
Deutsche Krebshilfe
http://www.krebshilfe.de/nc/startseite.html

Institut fĂŒr Public Health (Webseite auf Englisch)
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/Institute-of-Public-Health.5358.0.html

Institut fĂŒr Medizinische Biometrie und Epidemiologie, UniversitĂ€tsklinikum Hamburg-Eppendorf
http://www.uke.de/institute/biometrie/

Kontakt:
Dr. Volker Winkler
Institut fĂŒr Public Health, UniversitĂ€tsklinikum Heidelberg
Tel. 06221-565031
Volker.Winkler@urz.uni-heidelberg.de

Prof. Dr. Heiko Becher
Institut fĂŒr Medizinische Biometrie und Epidemiologie, UniversitĂ€tsklinikums Hamburg-Eppendorf
Tel: 040 7410 59550
h.becher@uke.de

UniversitÀtsklinikum und Medizinische FakultÀt Heidelberg
Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang

Das UniversitĂ€tsklinikum Heidelberg ist eines der bedeutendsten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische FakultĂ€t der UniversitĂ€t Heidelberg zĂ€hlt zu den international renommierten biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung innovativer Diagnostik und Therapien sowie ihre rasche Umsetzung fĂŒr den Patienten. Klinikum und FakultĂ€t beschĂ€ftigen rund 12.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und engagieren sich in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 50 klinischen Fachabteilungen mit ca. 1.900 Betten werden jĂ€hrlich rund 66.000 Patienten voll- bzw. teilstationĂ€r und mehr als 1.000.000 mal Patienten ambulant behandelt. Das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen AusbildungsgĂ€nge in Deutschland. Derzeit studieren ca. 3.500 angehende Ärztinnen und Ärzte in Heidelberg.
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Julia Bird
Referentin Unternehmenskommunikation / Pressestelle
UniversitÀtsklinikum und Medizinische FakultÀt der UniversitÀt Heidelberg
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Pressemitteilung
UniversitÀtsklinikum Heidelberg, Julia Bird


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Hautkrebsmedikament kann Blutkrebs fördern

Bunt und gefĂ€hrlich: Zellen der Chronisch Lymphatischen LeukĂ€mie erscheinen unter dem Fluoreszenz-Mikroskop dreifarbig. Rot: Zytoskelett, blau: Zellkern, grĂŒn: Zytoplasma. - Quelle: UniversitĂ€tsklinikum Freiburg/Niuscha Yaktapour

Bunt und gefĂ€hrlich: Zellen der Chronisch Lymphatischen LeukĂ€mie erscheinen unter dem Fluoreszenz-Mikroskop dreifarbig. Rot: Zytoskelett, blau: Zellkern, grĂŒn: Zytoplasma.
- Quelle: UniversitÀtsklinikum Freiburg/Niuscha Yaktapour

Das Hautkrebsmedikament Vemurafenib kann den Blutkrebs „Chronisch Lymphatische LeukĂ€mie“ begĂŒnstigen. Dies zeigten die Wissenschaftler an Patienten- und Labordaten. Unter Laborbedingungen gelang es den Forschern den Ausbruch der LeukĂ€mie mit einem zweiten Medikament zu unterdrĂŒcken. Potenziell betroffen sind nach Aussagen der Ärzte alle mit Vemurafenib behandelten Patienten. Die Forscher empfehlen daher eine zukĂŒnftig engmaschigere Kontrolle bestimmter Blutwerte bei Vemurafenib-Gabe. Die Studie ist in der renommierten Fachzeitschrift Journal of Clinical Investigation erschienen und wurde in der Fachzeitschrift Cancer Discovery hervorgehoben.

Geleitet wurde die Studie von Wissenschaftlern der Klinik fĂŒr Innere Medizin I und der Klinik fĂŒr Dermatologie und Venerologie des UniversitĂ€tsklinikums Freiburg sowie des Instituts fĂŒr molekulare Medizin und Zellforschung und des Exzellenzcluster BIOSS ‚Centre for Biological Signalling Studies‘ der Albert-Ludwigs-UniversitĂ€t Freiburg.

Das Melanom, auch schwarzer Hautkrebs genannt, ist eine der gefĂ€hrlichsten Krebsarten. Mit zwei seit 2011 zugelassenen Medikamenten (Vemurafenib und Dabrafenib) können knapp die HĂ€lfte der Patienten erfolgreich behandelt werden. Doch nun zeigen Freiburger Wissenschaftler erstmals, dass das Medikament den Ausbruch einer Chronisch Lymphatischen LeukĂ€mie begĂŒnstigen kann. Dabei kommt es zur ĂŒbermĂ€ĂŸigen Vermehrung weißer Blutkörperchen. Vermutlich war die LeukĂ€mie bei dem untersuchten Patienten bereits zuvor latent vorhanden, wurde durch die Behandlung jedoch aktiv. „Die neu entdeckte Nebenwirkung kann potentiell bei jedem Patienten auftreten, der mit einem solchen Medikament behandelt wird“, erklĂ€rt Prof. Dr. Robert Zeiser und empfiehlt: „In Zukunft sollte das Blutbild wĂ€hrend einer solchen Therapie regelmĂ€ĂŸig auf derartige Ver-Ă€nderungen hin untersucht werden.“

Im untersuchten Fall normalisierte sich die Zahl der Blutzellen nach Absetzen des Medikaments wieder. Dies ist nach Aussage der Ärzte aber nicht zwangslĂ€ufig. Im Labor konnte die Erst-Autorin der Studie, Niuscha Yaktapour, durch Gabe eines zweiten Wirkstoffs die LeukĂ€mie-Zellen hemmen. Dass ein Krebsmedikament die Vermehrung eigentlich gesunder Zellen anregt, wird als ‚paradoxe Aktivierung‘ bezeichnet. Die aktuelle Studie beschreibt erstmals den genauen Mechanismus in den entsprechenden CLL- Zellen und erlaubt damit auch die zielgerichtete Suche nach weiteren Medikamenten.

Möglich geworden war die Identifizierung der neuen Nebenwirkung durch die enge Zusammenarbeit unterschiedlicher Fachdisziplinen und der klini-schen und Grundlagenforschung. „Die Studie ist ein hervorragendes Beispiel fĂŒr interdisziplinĂ€re Zusammenarbeit“, sagt Dr. Tilman Brummer. „Besonders erfreulich ist, dass wir auf allen Ebenen davon profitieren kön-nen: in der Grundlagenforschung, Diagnostik und Therapie.“

Originaltitel der Arbeit:
BRAF inhibitor–associated ERK activation drives development of chronic lymphocytic leukemia, doi:10.1172/JCI76539

Kontakt:
Prof. Dr. Robert Zeiser
Oberarzt
Klinik fĂŒr Innere Medizin I
Telefon: 0761 270-362 50
Robert.Zeiser@uniklinik-freiburg.de


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Stipendiatin der Alexander von Humboldt-Stiftung erforscht Resistenzen bei Therapie

In Deutschland erkranken laut der Deutschen Gesellschaft fĂŒr Urologie jĂ€hrlich rund 16.500 Menschen an einem Nierenzellkarzinom. Bei rund 50 Prozent der Patienten bilden sich Metastasen. Mediziner behandeln diese zielgerichtet mit speziellen Wirkstoffen. Doch bei einigen Patienten ist der Tumor dagegen resistent. Die Biologin Bozhena Vynnytska-Myronovska arbeitet an der Klinik fĂŒr Urologie und Kinderurologie des Uniklinikums in Homburg daran, die Ursachen fĂŒr diese Resistenzen zu finden, um so auch neue Wege der Therapie zu entwickeln. Die Alexander von Humboldt-Stiftung unterstĂŒtzt sie dabei fĂŒr zwei Jahre mit einem Stipendium.

In den vergangenen Jahren haben Wissenschaftler fĂŒr Patienten, bei denen Nierenzellkarzinome Metastasen gebildet haben, verschiedene zielgerichtete Therapeutika entwickelt. Diese Wirkstoffe greifen in bestimmte Signalwege der Tumorzellen und der BlutgefĂ€ĂŸ-Zellen im Tumor ein. Auch die sogenannten Tyrosinkinaseinhibitoren zĂ€hlen zu diesen Substanzen. Auf dieses Mittel sprechen allerdings nicht alle Tumore an. „Diese Resistenzen können von Anfang an da sein oder sich mit der Zeit entwickeln“, sagt Bozhena Vynnytska-Myronovska. Die Biologin möchte herausfinden, wo die Ursachen dafĂŒr liegen. Dazu wird sie Tumorzellen zĂŒchten, mit dem Therapeutikum behandeln und MolekĂŒle aus bestimmten Signalwegen analysieren.

„Wir möchten die Prozesse der Therapieresistenz besser verstehen, um diesen entgegenzuwirken, etwa indem wir die Signalwege hemmen, die zur Resistenz fĂŒhren“, sagt Professorin Dr. Kerstin Junker, Leiterin des Labors fĂŒr Molekular- und Zellbiologie an der Klinik fĂŒr Urologie und Kinderurologie. DarĂŒber hinaus sei es möglich, biologische Marker zu finden, die anzeigen, ob ein Patient auf die Behandlung ansprechen wird.

Ziel ist es, diese Therapieform zielgerichteter einzusetzen, um so das Überleben der Patienten mit metastasierten Nierenkarzinomen zu verbessern oder Patienten, die nicht ansprechen, die Therapie zu ersparen.

Bozhena Vynnytska-Myronovska hat im ukrainischen Lemberg Biologie studiert und dort promoviert. Das Stipendium ermöglicht es ihr nun, ihre Forschungsarbeit in Homburg fortzusetzen. Die Alexander von Humboldt-Stiftung vergibt jedes Jahr 700 Stipendien und Preise an Wissenschaftler aus aller Welt.

Fragen beantworten:
Dr. Bozhena Vynnytska-Myronovska
Klinik fĂŒr Urologie und Kinderurologie
UniversitÀtsklinikum des Saarlandes
Tel.: 06841 16-14754
E-Mail: bozhena.vynnytska-myronovska(at)uks.eu

Prof. Dr. Kerstin Junker
Klinik fĂŒr Urologie und Kinderurologie
UniversitÀtsklinikum des Saarlandes
Tel.: 06841 16-14734
E-Mail: kerstin.junker(at)uks.eu

Pressemitteilung
UniversitÀt des Saarlandes, Melanie Löw


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Reformvorschlag fĂŒr eine Neuordnung des Krankenversicherungssystems

HCHE Research Results live

Wie sieht ein sozial ausgewogenes Krankenversicherungssystem aus? Diese Frage steht im Mittelpunkt der Veranstaltung HCHE Research Results live, die heute im Hamburg Center for Health Economics stattfindet. Mit dem Titel „Fairer Systemwettbewerb zwischen Gesetzlicher und Privater Krankenversicherung“ stellen Professor Dr. Mathias Kifmann und Professor Dr. Martin Nell ihren Reformvorschlag zur Neuordnung von GKV und PKV vor. Anschließend diskutieren sie ihren Vorschlag mit Dr. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der Techniker Krankenkasse, und Dr. Clemens Muth, Vorstandsvorsitzender der DKV AG. Moderiert wird die Veranstaltung, an der rund 100 GĂ€ste teilnehmen, von Professor Dr. Jonas Schreyögg, wissenschaftlicher Direktor des HCHE.

Zahlreiche ReformbemĂŒhungen prĂ€gen die Diskussion um das deutsche Krankenversicherungssystem. Allen gemeinsam ist, dass sie die Abschaffung eines Systems und damit die Schaffung eines einheitlichen Krankenversicherungsmarktes zum Ziel haben. Der neue Reformvorschlag ermöglicht es, dass GKV und PKV nebeneinander bestehen bleiben und zugleich ein fairer Wettbewerb zwischen beiden Systemen entsteht. „Die Versicherten erhalten zudem umfassende Wahlfreiheit und anstelle des heutigen Selektionswettbewerbs tritt ein Leistungswettbewerb“, so Prof. Kifmann, HCHE-Forscher.

Der Reformvorschlag hat fĂŒnf zentrale Punkte:

  • Jeder BĂŒrger zahlt immer den Beitrag zum Gesundheitsfonds.
  • Bei einem Wechsel in die PKV erhĂ€lt der private Krankenversicherer den Beitrag, den auch ein gesetzlicher Krankenversicherer aus dem Gesundheitsfonds erhalten wĂŒrde.
  • Zur Sicherung der Nachhaltigkeit wird ein Teil der Einnahmen des Gesundheitsfonds fĂŒr den Aufbau eines Kapitalstocks verwendet.
  • PKV-VertrĂ€ge werden wie bisher auch als langfristige VertrĂ€ge ohne ordentliches KĂŒndigungsrecht des Versicherers geschlossen. Der Unterschied zum Status quo besteht lediglich darin, dass die erwarteten Leistungen aus dem Gesundheitsfonds in die Kalkulation eingehen.
  • Jeder BĂŒrger hat die Wahl zwischen GKV und PKV – unabhĂ€ngig vom Einkommen.

Kern des Reformvorschlags ist es, dass alle einkommensabhĂ€ngig in den Gesundheitsfonds einzahlen – unabhĂ€ngig davon, ob sie privat oder gesetzlich versichert sind. Dadurch wird erreicht, dass der Solidarbeitrag eines Versicherten nicht mehr von der Wahl des Krankenversicherungssystems abhĂ€ngt. Dieser Solidarbeitrag entspricht der Differenz zwischen dem Beitrag, den ein Versicherter fĂŒr den Gesundheitsfonds zu entrichten hat, und dem Beitrag, der aus dem Gesundheitsfonds an den Krankenversicherer gezahlt wird. Ist die Differenz positiv, was bei Versicherten mit einem hohen Einkommen und einem geringen Krankheitsrisiko der Fall ist, zahlen diese die Differenz als Solidarbeitrag. Personen mit geringem Einkommen und hohem Krankheitsrisiko erhalten dagegen einen Sozialbeitrag in Höhe der Differenz.

Somit kĂ€me dem bestehenden Gesundheitsfonds eine noch zentralere Rolle zu, da auch die PKV-Versicherten darin einzahlen. Die Höhe der Zahlungen an die Kassen bemisst sich derzeit am morbiditĂ€tsorientierten Risikostrukturausgleich (Morbi-RSA), der gesetzlich auf 80 berĂŒcksichtigte Vorerkrankungen beschrĂ€nkt ist. Hier sehen die Forscher weiteren Verbesserungsbedarf. „Ein leistungsfĂ€higer Morbi-RSA ist sowohl fĂŒr einen fairen Wettbewerb als auch fĂŒr die Berechnung korrekter SolidarbeitrĂ€ge unverzichtbar. Daher ist die Erweiterung des Morbi-RSA essentiell“, fordert Prof. Nell, Direktor des Instituts fĂŒr Versicherungsbetriebslehre an der UniversitĂ€t Hamburg.

FĂŒr GKV und PKV bedeutet der Reformvorschlag, dass die jeweiligen GeschĂ€ftsmodelle grundsĂ€tzlich beibehalten werden. Die einzige Änderung fĂŒr die PKV besteht darin, dass sie fĂŒr einen Versicherten eine risikogerechte Zahlung aus dem Gesundheitsfonds erhĂ€lt, die in ihre PrĂ€mienkalkulation eingeht, so dass die VersicherungsprĂ€mie und die Höhe der AlterungsrĂŒckstellungen niedriger ausfallen werden. Gleichzeitig erhalten sie jedoch Zugang zu einem riesigen Markt – dem der GKV-Versicherten.

Denn derzeit sind rund 90 Prozent der Bevölkerung GKV-versichert. FĂŒr diese wĂŒrde sich ein Wechsel in die PKV nur noch dann lohnen, wenn sie fĂŒr eine umfassendere Versorgung mehr zu zahlen bereit sind beziehungsweise wenn PrĂ€miensenkungen durch Selbstbehalte oder BeitragsrĂŒckerstattungen bevorzugt werden. FĂŒr gut verdienende GKV-Versicherte ist ein Wechsel rein aus der Überlegung heraus, SolidarbeitrĂ€ge zu sparen, nicht mehr lukrativ. „Private Versicherungen mĂŒssen mit einem attraktiveren Angebot, zum Beispiel bei Leistungen oder der Gestaltung von Selbstbeteiligungstarifen, ĂŒberzeugen – zum Wohle aller Versicherten“, erklĂ€rt Prof. Kifmann.

Über das HCHE

Das Hamburg Center for Health Economics ist ein gemeinsames Forschungszentrum der UniversitĂ€t Hamburg und des UniversitĂ€tsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE). 2010 gegrĂŒndet, gehört das HCHE heute bereits zu den grĂ¶ĂŸten gesundheitsökonomischen Zentren in Europa. Mehr als 50 Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus Ökonomie und Medizin arbeiten gemeinsam an Lösungen aktueller und kĂŒnftiger Fragestellungen der Gesundheitsversorgung. Als eines von vier gesundheitsökonomischen Zentren in Deutschland erhĂ€lt das HCHE eine Förderung des Bundesministeriums fĂŒr Bildung und Forschung fĂŒr den weiteren Ausbau.

FĂŒr RĂŒckfragen:

Hamburg Center for Health Economics, UniversitÀt Hamburg
Andrea BĂŒkow, Tel.: 040 42838-9515,
E-Mail: andrea.buekow@wiso.uni-hamburg.de

Elena Granina, Tel.: 040 42838-9516,
E-Mail: elena.granina@wiso.uni-hamburg.de
URL: http://www.hche.de


Weitere Informationen:
http://www.hche.de – Hamburg Center for Health Economics, UniversitĂ€t Hamburg

Pressemitteilung
UniversitÀt Hamburg, Birgit Kruse


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Leberzellkrebs – heilbar bei rechtzeitiger FrĂŒherkennung

Der Leberzellkrebs ist weltweit die fĂŒnfthĂ€ufigste Tumorerkrankung und gehört zu den drei hĂ€ufigsten Todesursachen, die durch Tumore hervorgerufen werden. Er ist Todesursache Nummer 1 bei Patienten mit Leberzirrhose. Ernste Beschwerden treten oft erst im spĂ€ten Stadium auf, meist liegt als Folge einer Lebererkrankung eine Leberzirrhose (Vernarbung des Lebergewebes) vor und der Leberzellkrebs ist dann eine SpĂ€tfolge, bei der im fortgeschrittenen Zustand keine Heilung mehr möglich ist. Doch wenn er frĂŒhzeitig erkannt wird, ist Leberzellkrebs heilbar.

Bei frĂŒher Diagnose kann eine Lebertransplantation als letzter Ausweg zur Heilung fĂŒhren. „Beim Leberzellkrebs haben wir eine einzigartige Situation, weil 90 Prozent der Patienten vorher bekannt sind. Es handelt sich um Hochrisikopatienten mit Vorerkrankungen der Leber“, sagt Prof. Dr. Peter Galle, Projektleiter der Gastro-Liga e.V. und Direktor der I. Medizinischen Klinik und Poliklinik, UniversitĂ€tsmedizin Johannes Gutenberg-UniversitĂ€t Mainz, anlĂ€sslich des 15. Deutschen Lebertages, der am 20. November 2014 stattfindet und von Gastro-Liga e.V., Deutscher Leberhilfe e.V. und Deutscher Leberstiftung organisiert wird. Der Leberzellkrebs treffe nicht unvorbereitet irgendjemanden in der Mitte des Lebens, wie etwa beim Darmkrebs, sondern es seien definierte Patienten, die bereits an einer Hepatitis B- oder C-Virusinfektion leiden oder wegen Alkoholmissbrauchs leberkrank sind.

RegelmĂ€ĂŸige Überwachung notwendig
Durch eine regelmĂ€ĂŸige Überwachung dieser Patienten steigt die Chance, den Leberzellkrebs in einer so frĂŒhen Phase zu erkennen, dass man ihn durch eine Operation oder andere Verfahren heilen kann. TatsĂ€chlich ist es aber genau umgekehrt: 70 Prozent der Erkrankungen werden erst in einem nicht mehr heilbaren Stadium erkannt. Das ist ein deutliches Zeichen fĂŒr eine gravierende Unterversorgung der chronischen lebererkrankten Patienten. Ein Ausweg sind regelmĂ€ĂŸige Verlaufskontrollen der Erkrankung. Das eröffnet die Möglichkeit, Patienten in einer heilbaren FrĂŒherkennungsphase zu diagnostizieren. Es gibt LĂ€nder, die das bereits praktizieren, zum Beispiel Japan. Dort sind die Menschen viel mehr auf Vorsorge ausgerichtet, werden auch dementsprechend erfasst und auch in grĂ¶ĂŸerem Umfange geheilt als in Deutschland oder anderen europĂ€ischen LĂ€ndern.

Als Standardempfehlung gilt: alle sechs Monate alle Patienten mit Leberzirrhose mittels Ultraschalluntersuchung zu kontrollieren. Damit besteht eine gute Chance auf FrĂŒherkennung des Leberkrebses in einem Stadium, in dem eine Heilung noch möglich ist. Patienten, die regelmĂ€ĂŸig ĂŒberwacht werden sollten, sind vor allem solche mit einer Hepatitis B- oder C-Virusinfektion, Fettleber oder Erkrankung aufgrund von Alkoholmissbrauch. In Deutschland haben vor allem Patienten mit Fettleber zugenommen. Viele Menschen mit Übergewicht haben eine Fettleber. Die daraus resultierende große Patientenzahl macht es notwendig, dass diesen Patienten Fragen zu Lebensweise und Leberwerten schon beim Hausarzt gestellt werden sollten. Die Werte sollten regelmĂ€ĂŸig ĂŒberprĂŒft und auch geringfĂŒgig erhöhte vom Facharzt abgeklĂ€rt werden. Dann kann die leitlinienkonforme Überwachung stattfinden.

Lebensprognose bei Tumorpatienten
FĂŒr die Heilung und die Lebensprognose von Leberzellkrebspatienten spielt die GrĂ¶ĂŸe des Lebertumors eine große Rolle. Als KerngrĂ¶ĂŸe gilt: bis zu drei Knoten, die jeweils maximal drei Zentimeter messen oder ein Knoten, der nicht mehr als fĂŒnf Zentimeter misst. Wenn diese GrĂ¶ĂŸe nicht ĂŒberschritten wird, dann kann man noch eine Heilung erreichen. Zur KrebsfrĂŒherkennung eignet sich eine Ultraschalluntersuchung. Dann ist es möglich, den Tumor zu resezieren oder zu veröden oder das erkrankte Organ durch eine Transplantation zu ersetzen. FĂŒr die Zukunft bedeutet eine FrĂŒherkennung in jedem Fall eine Verbesserung der Überlebenschance, denn Leberzellkrebs ist Todesursache Nummer 1 bei Patienten mit Leberzirrhose.

Kontakt:
Deutsche Gesellschaft zur BekÀmpfung der Krankheiten von Magen, Darm und Leber sowie von Störungen des Stoffwechsels und der ErnÀhrung (Gastro-Liga) e.V.
Prof. Dr. Peter R. Galle
Friedrich-List-Straße 13, 35398 Gießen
geschaeftsstelle@gastro-liga.de
www.gastro-liga.de


Weitere Informationen:
http://www.lebertag.org

Pressemitteilung
Deutsche Leberstiftung, Rita Wilp


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Nebenwirkungen bei möglicher Anti-Krebs-Strategie gegen Lymphome entdeckt

Das Protein Malt1 ist eine der wichtigsten Schaltzentralen in menschlichen Immunzellen und ein echtes Multitalent. Treten genetische Fehler darin auf, kann das zur Entstehung von LymphdrĂŒsenkrebs (Lymphomen) fĂŒhren. Als möglicher Therapieansatz gilt deshalb, bestimmte Funktionen von Malt1 gezielt zu blockieren und so die Krebszellen zu zerstören. Im Mausmodell zeigten Wissenschaftler der Technischen UniversitĂ€t MĂŒnchen (TUM) jetzt aber, dass eine solche Blockade schwere Nebenwirkungen hervorrufen kann.

Das Protein Malt1 ĂŒbernimmt in Immunzellen, so genannten Lymphozyten, viele unterschiedliche Aufgaben. Es wirkt unter anderem als Enzym, als so gennannte Protease, die Botenstoffe abbaut und so deren Menge kontrolliert. Welche Bedeutung die spezielle Protease-Funktion fĂŒr die Entwicklung von Immunzellen hat, war bisher nicht bekannt. Vor einigen Jahren rĂŒckte sie in den Fokus von Prof. JĂŒrgen Ruland und seinem Team vom Klinikum rechts der Isar der TUM.

Blockade als Therapieansatz

Anhand von Zellkulturexperimenten konnten die Wissenschaftler in frĂŒheren Studien zeigen, dass eine Blockade der Protease-Funktion von Malt1 LymphdrĂŒsenkrebszellen absterben ließ. Eine Idee war deshalb, diese Strategie gegen Lymphome einzusetzen, in denen Malt1 hĂ€ufig aufgrund eines genetischen Defekt ĂŒbermĂ€ĂŸig aktiv war. „Es gilt als vielversprechender Therapieansatz, Substanzen zu entwickeln, die gezielt die Protease-Funktion von Malt1 hemmen.“, erklĂ€rt Andreas Gewies, Erstautor der Studie.

Der nĂ€chste Schritt war deshalb, diese Blockade jetzt im Tiermodell zu testen und damit auch die genaue Funktion der Malt1-Protease besser zu verstehen. „Gerade wenn wir die komplizierten Wechselwirkungen im Immunsystem untersuchen wollen, die auf einer hochregulierten Interaktion unterschiedlicher Zelltypen beruht, geht das nur im intakten Organismus und nicht in Zellkulturen. Die AblĂ€ufe sind zu komplex, um sie in Zellen außerhalb des Körpers nachzustellen.“, betont Ruland den Schritt ins Tiermodell.

Unerwartete Wirkungen im Mausmodell

Die verwendeten MĂ€use wurden genetisch so verĂ€ndert, dass ihre Malt1-Proteine nicht mehr als Protease arbeiten konnten, alle anderen Aufgaben aber noch erfĂŒllten. Die Wissenschaftler beobachteten ĂŒberraschend, dass die MĂ€use starke EntzĂŒndungszeichen entwickelten. Zudem wurden wichtige Nervenzellen, die BewegungsablĂ€ufe koordinieren, vom Immunsystem angegriffen und zerstört. Als Folge hatten die Tiere Probleme ihre Bewegungen zu kontrollieren und zu steuern.

Die Wissenschaftler konnten klĂ€ren, wie es zu diesen schwerwiegenden Fehlfunktionen des Immunsystems kam und entdeckten dabei eine unerwartete Funktion von Malt1. Sie fanden heraus, dass MĂ€use ohne die Protease-Funktion eine spezielle Lymphozyten-Untergruppe, die regulatorischen T-Zellen (Tregs), nicht mehr ausbilden konnten. Diese Zellen sind entscheidend fĂŒr die Feinregulation von Immunantworten. Sie sorgen dafĂŒr, dass Immunantworten gebremst und vor allem streng kontrolliert werden. Ohne Tregs gerieten die Immunantworten in den MĂ€usen außer Kontrolle und waren ĂŒbermĂ€ĂŸig stark.

Zudem stellten die Forscher fest, dass normale Lymphozyten zwar ohne die Protease-Funktion von Malt1 aktiviert werden konnten, dann aber unkontrolliert Botenstoffe abgaben, was EntzĂŒndungen hervorrief. „Mit unserer Studie können wir zeigen, dass die Malt1-Protease ĂŒberaschenderweise fĂŒr die Entwicklung der regulatorischen T-Zellen und insgesamt fĂŒr die DĂ€mpfung der Immunantwort wichtig ist. Da die Blockade der Protease-Funktion im Organismus unerwĂŒnschte Wirkungen hervorruft, sollte dringend nach neuen Alternativen fĂŒr die Therapie von Lymphomen gesucht werden.“, fasst Ruland die Ergebnisse zusammen.

Originalpublikation
A. Gewies, Gorka O., Bergmann H., Pechloff K., Petermann F., Jeltsch K. M., Rudelius M., Kriegsmann M., Weichert W., Horsch M., Beckers J., Wurst W., HeikenwÀlder M., Korn T., Heissmeyer V. und J. Ruland, Uncoupling Malt1 threshold function from paracaspase activity results in destructive autoimmune inflammation, Cell Reports, 2014.
DOI: 10.1016/j.celrep.2014.10.044

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Prof. Dr. JĂŒrgen Ruland
Institut fĂŒr Klinische Chemie und Pathobiochemie
Klinikum rechts der Isar an der Technischen UniversitĂ€t MĂŒnchen
Tel.: +49 89 4140-4751
jruland@lrz.tum.de
www.klinchem.med.tum.de


Weitere Informationen:
http://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/kurz/article/31898/

Pressemitteilung
Technische UniversitĂ€t MĂŒnchen, Dr. Ulrich Marsch


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Chlamydien durchbrechen die körpereigene Krebsabwehr

Durch den Abbau des tumorunterdrĂŒckenden Proteins p53 verhindern Chlamydien den programmierten Zelltod und begĂŒnstigen damit Prozesse der Krebsentstehung

Eine Chlamydien-Infektion begĂŒnstigt Prozesse der Krebsentstehung. - Quelle: MPI fĂŒr Infektionsbiologie / V. Brinkmann

Eine Chlamydien-Infektion begĂŒnstigt Prozesse der Krebsentstehung. – Quelle: MPI fĂŒr Infektionsbiologie / V. Brinkmann

Infektionen mit den sexuell ĂŒbertragenen Bakterien Chlamydia trachomatis bleiben oft unbemerkt. Die Erreger gelten nicht nur als hĂ€ufigste Ursache weiblicher Unfruchtbarkeit; sie stehen auch im Verdacht, das Risiko einer Erkrankung an Unterleibskrebs zu erhöhen. Ein Forscherteam am Max-Planck-Institut fĂŒr Infektionsbiologie in Berlin hat nun den Abbau eines wichtigen körpereigenen Schutzfaktors im Verlauf einer Chlamydien-Infektion beobachtet. Indem die Erreger den Abbau des Proteins p53 aktivieren, blockieren sie einen wichtigen Schutzmechanismus infizierter Zellen, die Einleitung des programmierten Zelltods. Bei vielen Krebsarten ist diese Schutzfunktion von p53 ebenfalls eingeschrĂ€nkt. Die neuen Einblicke untermauern den vermuteten Zusammenhang zwischen Chlamydien-Infektionen und dem Auftreten bestimmter Krebsarten.

TĂ€glich entstehen in fast jeder unserer Zellen hunderte von Mutationen. Das Protein p53 wird daraufhin aktiviert und soll diese VerĂ€nderungen im Erbgut begrenzen: Entweder repariert die Zelle die geschĂ€digte DNA oder, wenn das nicht möglich ist, startet sie das zellulĂ€re Selbstmordprogramm. Auf diese Weise werden die Zellen normalerweise vor der Entstehung von Krebs geschĂŒtzt.

Infektionen mit Chlamydien fĂŒhren zu einer drastischen Erhöhung der Mutationsrate, wie das Berliner Team am Max-Planck-Institut fĂŒr Infektionsbiologie bereits im Vorjahr berichtet hatte. FĂŒr die Chlamydien wĂ€re die Aktivierung des Selbstmordprogrammes aber fatal. Schließlich können sich die Bakterien nur innerhalb ihrer Wirtszellen vermehren, von denen sie ihre NĂ€hrstoffe beziehen. Chlamydien verhindern deshalb die Aktivierung des Selbstmordprogramms der Zellen.

Mit UnterstĂŒtzung von Kollegen aus dem Max DelbrĂŒck-Zentrum und Australien konnte das Max-Planck-Team nun zeigen, dass die Chlamydien das Überleben der Wirtszellen durch den Abbau von p53 sichern. Dies bewerkstelligen sie ĂŒber die Aktivierung eines in der Zelle bereits vorhandenen Abbauweges. Die Erreger gewinnen so genĂŒgend Zeit, um sich im Innern der Zellen erfolgreich zu vermehren. FĂŒr den Wirtsorganismus hat das jedoch fatale Folgen: Durch die Zerstörung von p53, dem zentralen „WĂ€chter des Genoms“, steigt die Gefahr, dass mutierte Zellen nicht absterben und sich stattdessen zu Krebszellen entwickeln.

Ein Abbau von p53 wird auch bei Infektionen mit dem humanen Papillomavirus beobachtet, dem Verursacher von GebĂ€rmutterhalskrebs. Chlamydien könnten auch bei dieser Krankheit eine Rolle spielen. Sie dringen jedoch viel tiefer in den Genitaltrakt ein und können zu EntzĂŒndungen der Eileiter fĂŒhren, wo sie lange Zeit oft unbemerkt ĂŒberdauern. An diesem Ort der Eileiter nimmt auch der Eierstockkrebs seinen Ausgangspunkt, eine der gefĂ€hrlichsten Krebsarten bei Frauen.

„Der Einfluss von Chlamydien auf p53 ist ein wichtiges Teil im komplizierten Puzzle der Tumorentstehung. Je mehr sich der Zusammenhang zwischen Infektion und Krebs erhĂ€rtet, desto wichtiger wird es sein, die Entwicklung wirksamer Impfstoffe und Antibiotika zur Krebsvorbeugung voranzutreiben“, erklĂ€rt Thomas F. Meyer, Direktor am Berliner Max-Planck-Institut.

Ansprechpartner:

Prof. Dr. Thomas F. Meyer
Max-Planck-Institut fĂŒr Infektionsbiologie, Berlin
Telefon:+49 30 28460-400Fax:+49 30 28460-401
E-Mail:meyer@mpiib-berlin.mpg.de

Dr. Rike Zietlow
Max-Planck-Institut fĂŒr Infektionsbiologie, Berlin
Telefon:+49 30 28460-461
E-Mail:tfm@mpiib-berlin.mpg.de

Dr. Sabine Englich
Max-Planck-Institut fĂŒr Infektionsbiologie, Berlin
Telefon:+49 30 28460-142
E-Mail:englich@mpiib-berlin.mpg.de

Originalpublikation:
GonzĂĄlez E, Rother M, Kerr MC, Al-Zeer M, Abu-Lubad M, Kessler M, Brinkmann V, Loewer A & Meyer TF
Chlamydia infection depends on a functional MDM2-p53 axis
Nature Communications 2014, 13. November 2014

Pressemitteilung
Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V., Barbara Abrell


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Brustkrebs: Radiotherapie kann Patientinnen schmerzhaftes Lymphödem ersparen

Berlin – Bei Brustkrebspatientinnen untersuchen behandelnde Ärzte immer auch, ob die Lymphknoten in der Achselhöhle befallen sind. Ist das der Fall, werden diese operativ entfernt. Eine Folgewirkung der Operation kann sein, dass sich LymphflĂŒssigkeit staut und der Arm schmerzhaft anschwillt. Bei vielen Frauen im FrĂŒhstadium des Brustkrebses kann das Lymphödem verhindert werden, wenn sie nach der WĂ€chterlymphknotenentfernung keine weitere Operation, sondern eine Radiotherapie erhalten. Dies kam in einer europĂ€ischen Studie heraus, die nach EinschĂ€tzung der Deutschen Gesellschaft fĂŒr Radioonkologie (DEGRO) die Behandlung des Brustkrebses verĂ€ndern wird.

An der Studie hatten neun europĂ€ische LĂ€nder und fast 5000 Frauen mit einem FrĂŒhkarzinom teilgenommen. Der Tumor war bei ihnen kleiner als drei Zentimeter und die Lymphknoten in der Achsel waren noch nicht tastbar. „In dieser Situation besteht die Behandlung in einer brusterhaltenden Entfernung des Tumors, des WĂ€chterlymphkotens und einer Bestrahlung der Brust“, berichtet DEGRO-PrĂ€sident Professor Dr. med. Michael Baumann, Direktor der Klinik und Poliklinik fĂŒr Strahlentherapie und Radioonkologie des UniversitĂ€tsklinikums Dresden.

Da ein Tastbefund den Befall der Achsel nicht sicher ausschließt, werden heute vor der Operation durch Einspritzen von Farbe jene Lymphknoten markiert, die fĂŒr das Ableiten der Lymphe aus der Brust zustĂ€ndig sind. „Die probeweise Entfernung und Untersuchung dieser sogenannten WĂ€chter-Lymphknoten zeigt uns, ob die Lymphknoten in der Achsel tatsĂ€chlich nicht befallen sind“, erlĂ€utert Professor Baumann. Die Behandlung bestand bei Befall des WĂ€chterlymphknotens bisher in der operativen Entfernung weiterer Lymphknoten aus der Achsel. „Die AusrĂ€umung der Axilla hat bei vielen Frauen eine schmerzhafte und dauerhafte Schwellung des Arms mit BewegungseinschrĂ€nkungen zur Folge, die wir als Lymphödem bezeichnen“, fĂ€hrt der DEGRO-PrĂ€sident fort.

Die AMAROS-Studie – die AbkĂŒrzung steht fĂŒr After Mapping of the Axilla: Radiotherapy or Surgery? – hat in den vergangenen Jahren untersucht, ob eine Strahlentherapie bei einem positiven Lymphknotenbefund die AusrĂ€umung der Achselhöhle ersetzen kann. „Diese Frage kann jetzt eindeutig bejaht werden“, sagt DEGRO-Pressesprecher Professor Dr. med. Frederik Wenz, Direktor der Klinik fĂŒr Strahlentherapie und Radioonkologie am UniversitĂ€tsklinikum Mannheim. Die Studie habe gezeigt, dass es unter den Teilnehmerinnen mit einem positiven WĂ€chter-Lymphknoten nach der Strahlentherapie nicht signifikant hĂ€ufiger zu einem TumorrĂŒckfall in der Achselhöhle kommt. Zudem hatten die Patientinnen, die eine Radiotherapie erhalten hatten, signifikant seltener ein Lymphödem als die operierten Patientinnen: Nach der Operation litten im ersten Jahr 28 Prozent an der schmerzhaften Schwellung des Arms, nach fĂŒnf Jahren waren es noch 23 Prozent. Bei der Bestrahlungsgruppe waren es im Vergleichszeitraum nur 15 beziehungsweise 14 Prozent. „Das Lymphödem ist eine dauerhafte Folge der Operation, mit der sich die betroffenen Frauen fĂŒr den Rest ihres Lebens arrangieren mĂŒssen“, erlĂ€utert Professor Wenz. Vielen scheint dies zu gelingen. Bei einer Fragebogenerhebung zur LebensqualitĂ€t gab es zwischen den beiden Patientinnengruppen diesbezĂŒglich keinen Unterschied. „Die Folgen können im Einzelfall jedoch schwerwiegend sein und die Strahlentherapie ist eine Möglichkeit, das Risiko zu mindern“, meint Professor Wenz. Die Konkurrenz zur Operation sollte nach Ansicht beider Experten jedoch nicht ĂŒberbewertet werden. Beide Therapien waren Ă€ußert effektiv.

Literatur:
Mila Donker, Geertjan van Tienhoven, Marieke E Straver et al.: Radiotherapy or surgery of the axilla after a positive sentinel node in breast cancer (EORTC 10981-22023 AMAROS): a randomised, multicentre, open-label, phase 3 non-inferiority trial. Lancet Oncol 2014. Published Online October 16, 2014 http://dx.doi.org/10.1016/S1470-2045(14)70460-7

Zur Strahlentherapie:
Die Strahlentherapie ist eine lokale, nicht-invasive, hochprĂ€zise Behandlungsmethode mit hohen Sicherheitsstandards und regelmĂ€ĂŸigen QualitĂ€tskontrollen. Bildgebende Verfahren wie die Computer- oder Magnetresonanztomografie ermöglichen eine exakte Ortung des Krankheitsherdes, sodass die Radioonkologen die Strahlen dann zielgenau auf das zu bestrahlende Gewebe lenken können. Umliegendes Gewebe bleibt weitestgehend verschont.

Bei Veröffentlichung Beleg erbeten.

Pressekontakt fĂŒr RĂŒckfragen:

Dagmar Arnold
Deutsche Gesellschaft fĂŒr Radioonkologie e. V.
Pressestelle
Postfach 30 11 20
70451 Stuttgart
Telefon: 0711 8931-380
Fax: 0711 8931-167
E-Mail: arnold@medizinkommunikation.org


Weitere Informationen:
http://www.degro.org

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Wertvolles Geschenk fĂŒr die Deutsche Krebshilfe

Bundesliga-Clubs unterstĂŒtzten Aktion von Hermes zugunsten krebskranker Menschen

Bonn (ws) – Am 11. Spieltag der Fußball-Bundesliga, gleichzeitig 13. Spieltag der 2. Bundesliga, trugen alle Spieler Trikots mit dem Logo der Deutschen Krebshilfe. Hermes, Offizieller Premium-Partner der Bundesliga, hatte die ÄrmelflĂ€che, auf der sonst das Logo des Handels- und Logistikdienstleisters platziert ist, der Deutschen Krebshilfe als Geschenk zum 40-jĂ€hrigen Bestehen zur VerfĂŒgung gestellt. Auch den Werbeplatz auf den Schiedsrichtertafeln machte Hermes frei fĂŒr das Logo der Deutschen Krebshilfe.

Mit dem JubilĂ€umsgeschenk gab Hermes der Deutschen Krebshilfe die Möglichkeit, das Thema Krebs verstĂ€rkt in den Mittelpunkt der Öffentlichkeit zu stellen und ĂŒber ihre wichtige Arbeit zu informieren. Zahlreiche Bundesliga-Vereine begleiteten den Spieltag mit BeitrĂ€gen in den Stadionmagazinen. Bei den Spielen in Berlin, Frankfurt, Freiburg und MĂŒnchen wurden zudem krebskranken Kindern ganz besondere Augenblicke geschenkt: Sie konnten gemeinsam mit den Fußballprofis zum Anpfiff ins Stadion einlaufen.

Spieler des SC Freiburg ĂŒberraschten krebskranke Kinder schon im Vorfeld des Spieles mit einem Besuch in der UniversitĂ€tskinderklinik Freiburg: Persönlich ĂŒbergaben Roman BĂŒrki und Admir Mehmedi dem Einlaufkind das Trikot fĂŒr den Auftritt beim Spiel gegen Schalke 04. In Frankfurt organisierte die Eintracht Frankfurt Fußballschule ein ganztĂ€giges „Spieltags-Camp“ fĂŒr krebskranke Kinder. Zahlreiche Betroffene erhielten darĂŒber hinaus Freikarten fĂŒr die jeweiligen Bundesliga-Spiele.

„Wir danken Hermes fĂŒr das wertvolle Geschenk zu unserem JubilĂ€umsjahr. Hierdurch konnten wir in einem großen Umfeld Aufmerksamkeit fĂŒr das Thema Krebs schaffen und gleichzeitig betroffenen Kindern eine große Freude bereiten“, resĂŒmiert Gerd Nettekoven, HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer der Deutschen Krebshilfe. „Unser Dank gilt weiterhin der DFL Deutsche Fußball Liga, die geholfen hat, die Aktionen im Rahmen des Spieltags umzusetzen, sowie den Vereinen fĂŒr ihre aktive UnterstĂŒtzung“, so Nettekoven.

Auch Frank Rausch, CEO der Hermes Logistik Gruppe Deutschland, zieht ein positives Fazit: „Die Aktion war ein großer Erfolg.

Als international tĂ€tiges Unternehmen muss man heute Verantwortung ĂŒbernehmen – und zwar nicht nur im eigenen Konzern, sondern auch außerhalb davon. Es freut uns daher sehr, dass wir die Arbeit der Deutschen Krebshilfe durch unser Geschenk bei einem Millionenpublikum im In- und Ausland bekannt machen konnten.“

Hintergrund-Informationen: Deutsche Krebshilfe

Die Deutsche Krebshilfe wurde am 25. September 1974 von Dr. Mildred Scheel gegrĂŒnÂŹdet. Ziel der gemeinnĂŒtzigen Organisation ist es, die Krebskrankheiten in all ihren Erscheinungsformen zu bekĂ€mpfen. Nach dem Motto „Helfen. Forschen. Informieren.“ fördert die Deutsche Krebshilfe Projekte zur Verbesserung der PrĂ€vention, FrĂŒherkennung, Diagnose, Therapie, medizinischen Nachsorge und psychosozialen Versorgung, einschließlich der Krebs-Selbsthilfe. Die Deutsche Krebshilfe ist der wichtigste private Geldgeber auf dem Gebiet der Krebsforschung in Deutschland. Weitere Informationen zur Deutschen Krebshilfe gibt es unter der Telefonnummer 02 28/ 7 29 90-0 und unter www.krebshilfe.de. Spendenkonto: Kreissparkasse Köln,
IBAN: DE23 3705 0299 0000 8282 82, BIC: COKSDE 33.

Hintergrund-Informationen: Hermes

Hermes ist ein internationaler Handels- und Logistikdienstleister mit Sitz in Hamburg und Teil der Otto Group. Das Unternehmen ist fĂŒhrender Spezialist fĂŒr handelsnahe Dienstleistungen und Partner zahlreicher DistanzhĂ€ndler, Multi-Channel-HĂ€ndler und Online-Retailer im In- und Ausland. Im GeschĂ€ftsjahr 2013 erhöhten die zwölf Hermes Gesellschaften ihren Umsatz insgesamt auf 2.083 Millionen Euro. Zugleich wuchs die Zahl der fest angestellten Mitarbeiter innerhalb der Hermes Gruppe auf 11.814 an. Hermes ist weltweit aktiv und mit eigenen Gesellschaften in Italien, Österreich und UK vertreten. Seit Januar 2013 ist Hermes als Offizieller Premium-Partner der Bundesliga unter anderem auf den Ärmeln der Trikots aller 36 Clubs, auf Schiedsrichtertafeln und auf Ballstelen prĂ€sent. Verschiedene Aktionen runden das Engagement ab. Weitere Informationen: fussball.hermesworld.com.

Pressemitteilung der Deutschen Krebshilfe e.V.


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